Fragen & Antworten

Warum ich Naturfasern liebe

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Ich will kein Plastik einatmen.

Ich verstricke ausschließlich Naturmaterialien wie Schurwolle, Leinen, Hanf, Seide, Baumwolle. Am liebsten verstricke ich Schurwolle. Denn ich bin ein Kind aus dem Norden und Reine Schurwolle, die nicht eng anliegt, sondern etwas den Körper umspielt wärmt am allerbesten. Das habe ich seit meiner Kindheit erprobt und davon weiche ich nicht ab.

 

Da man Mützen hauptsächlich in der kalten Jahreszeit trägt, ist Schurwolle für mich die beste und sinnvollste Wahl. Aber es gibt natürlich auch noch andere wunderschöne Naturfasern, wie Alpaka, Cashmere oder Camelhaar: das ist nicht so meine Welt, denn das ist mir zu weich!

 

Hintergrund

Genauso wie beim Nähen staubt es auch beim Stricken. Alles was uns umgibt erzeugt Abrieb und diesen Abrieb und diese Stäube atmen wir ein. Ich will kein Plastik einatmen.

 

Schurwolle ist ein Naturprodukt

Schurwolle ist ein Naturprodukt und Naturprodukte sind unregelmäßig. Das ist das Besondere und das Schöne: sie sind eigen. Ich finde, sie haben Charakter.

 

Das ist Nichts für Jedermann.

 

Unregelmäßigkeiten in der Wolle, sei es minimale Farbabweichungen oder Unregelmäßigkeiten in der Struktur der Wolle sind kein Reklamationsgrund, ganz im Gegenteil: Sie verleihen dem Strickstück Charme und bezeugen, daß Sie sich für ein einzigartiges Naturprodukt entschieden haben.

 

Wieso dieser Preis?

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Eine Mütze per Hand zu stricken braucht viele Stunden Zeit. Und viele Stunden Zeit kosten Geld. Hinzu kommen Verpackung, Versand, Zeit für Organisation und Büro und vieles mehr. Das kostet noch mehr Zeit und noch mehr Geld.

 

Lieferzeit

Ich brauche für eine Mütze ungefähr eine Woche Strick- und Arbeitszeit. Plus Versand-Zeit ist die fertige Mütze ca. 2 Wochen nach Auftragsbestätigung ausgeliefert, vorausgesetzt die Wolle ist vorrätig und es liegen keine anderen Aufträge vor.

 

Zu Zeitverzögerungen kann es immer kommen. Bitte nachfragen, sollte es sich z. B. um ein Geschenk handeln, das punktgenau verschenkt werden soll.

 

und

Ich stricke nicht nach fremdem Anleitungen.

Bitte diesbezüglich keine Anfragen stellen.

 

Reparatur-Service

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß handgestrickte Schurwoll-Ware jahrzehntelang halten kann. Natürlich gilt das nur, wenn mit den Dingen sorgfältig umgegangen wird und grundsätzliche Regeln Beachtung finden. Manchmal wäscht die Waschmaschine plötzlich 100 Grad und frißt alles auf, die Motten überfallen das Haus, die Wollkäfer kommen aus dem Nichts oder ...die Mütze wird geklaut.

 

Sollte wider Erwarten doch etwas an der (von mir gestrickten) Mütze sein, kann man selbst mit etwas Geschick die Mütze "reparieren", = stopfen. Wer niemanden findet und niemanden kennt, der stricken oder stopfen kann, kann mir gerne die Mütze zur Reparatur einsenden. Jedes Modell kann verändert und repariert werden. Das kostet Zeit. Und Zeit kostet Geld. Am besten vorher mit mir klären, ob sich der Aufwand lohnt bzw. ob Du bereit bist, die anfallenden Kosten zu tragen.

 

Wurde die Mütze falsch gewaschen und ist verfilzt, dann ist sie ruiniert. Der Schaden ist irreparabel. Sie kann vielleicht noch als kleine Filz-Schale genutzt werden.

 

Bitte die Wasch- und Pflegeanleitung durchlesen und aufbewahren.

 

Wann beginnt der Auftrag?

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Sonderanfertigungen brauchen Absprachen. Manchmal ist es so, daß sich im Laufe des Gespräches herausstellt, daß man nicht zusammen paßt, warum auch immer. Dann kommt der Auftrag nicht zustande.

 

Bevor ich mit der Strickarbeit beginne, versende ich ein Foto mit den gewünschten Farben. Sobald diese Farben bestätigt werden ("Ja, die Farben sind super") versende ich die Rechnung und warte auf die Bezahlung der Vorkasse. Und dann beginnt die Arbeit, die später zu sehen ist: Entwerfen, Rechnen, Stricken, Verpacken. Sobald ich mit meiner Arbeit begonnen habe, gibt es kein zurück. Denn anders als im Laden, wo es alle Artikel tausendfach zu kaufen gibt, kann ich diese Mütze keinem anderen Kunden verkaufen, denn Maße, Farben und Design sind auf die persönlichen Wünsche ganz individuell abgestimmt und angefertigt.

 

Es handelt sich um eine Sonderanfertigung und es gilt: vom Umtausch ausgeschlossen.

 

Warum sind da so Fäden in der Mütze?

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Ich verstricke neue Fäden, die zum Beispiel bei Farbwechseln entstehen. So kann jede Arbeit wieder aufgemacht werden. Die Fäden halten.

 

Ich schneide die Fäden nie komplett ab, sondern ich kürze auf ca. 1 cm. Denn in der Mütze stören sie nicht. Dort wo innen die Fäden zu sehen sind, ist "HINTEN".

 

Diese Fäden in der Mütze stellen keinen Reklamationsgrund dar.

 

Sieht man die Farbübergänge?

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Sieht man die Farbübergänge?

 

Wer ganz genau hinschaut sieht alles - so ist es auch beim Stricken. Ich finde, daß man die Farbübergänge fast nicht sieht. Wer sich fragt, was ich meine: Bei den Farbübergängen sieht die Masche (in der jeweiligen Reihe) wie verrutscht aus. Neben einer blauen Masche erscheint die weiße Masche etc. Da alle Farbübergänge an der gleichen Stelle liegen ist eine "Linie" zu erkennen. (Rosa-Markierung/ Mitte unten/ gerade hoch)

 

Innen liegend sind an dieser Stelle die Fäden, siehe Bild oben. Für mich ist das "Hinten".

 

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Ganz anders bei dieser Arbeit. Hier enden die Farben teilweise abrupt. Das ist so gewollt.

 

Wie pflege und wasche ich die Stricksachen?

Eine ausführliche Anleitung liegt bei.

 

Hier ein par allgemeine Tips:

 

Es gilt: Handwäsche laut Schurwoll-Hersteller.

Kleine Dinge, wie Mützen sind im Handwaschbecken mit einem Wollwaschmittel schnell gewaschen. Schurwolle trocknet schnell.

 

Ich habe auch gute Erfahrungen mit dem Woll-Wasch-Programm meiner Waschmaschine gemacht, aber dafür kann keine Garantie übernommen werden, denn jede Strickware aus Schurwolle leidet in der Wasch-Maschine und verändert sich leicht.

Wenn man einen blöden Tag hat und versehentlich die falschen Knöpfe an der Maschine drückt, dann ist es schon vielen Menschen passiert, daß die Wollsachen ganz klein und verfilzt heraus kommen. Konzentration ist gefragt und Wollwasch-Mittel verwenden.

 

Außerdem wichtig:

  • Zuerst Pflegen: Lüften und Ausbürsten; dann Handwäsche
  • Einmotten in der warmen Jahreszeit, wenn die Stricksachen nicht mehr genutzt werden. Ein Motten-Schutz-Beutel liegt jeder Strickware bei.

 

Ich bin eine empfindliche Person und verzichte aus diesem Grund seit vielen Jahren auf chemische Anti-Motten-Mittel (die zudem stark Gewässer schädigend sind), denn davon bekomme ich Atemnot. Ich verpacke meine Strickwaren im Sommer, nutze Lavendel (gekauft oder aus dem Garten) und lege Seife zwischen meine Woll-Sachen. Das mit der Seife ist ein Tick von mir: so duftet meine Kleidung gut. Seifen-Stücke können nicht schlecht werden, trocknen nach und geben ihren Duft ab. Ob Seife gegen Motten hilft, weiß ich nicht.

 

Einige meiner Kleidungsstücke aus Reiner Schurwolle habe ich seit über 20 Jahren. Ein Schal wurde mir leider geklaut. Eine Wolldecke habe ich seit ca. 25 Jahren. Mittlerweile ist sie etwas dünn geworden. Wenn ich überlege wie lange und wie oft sie im Einsatz war und ist, dann ist das ein schönes Alter.

 

Mützen muß man häufiger waschen, da kommt wohl keiner umhin. Wäsche leidet beim waschen, nicht nur Schurwolle, das ist ein normaler Prozeß. Die von mir verstrickte Schurwolle verträgt es nicht, wenn sie stark geschleudert wird und wird am liebsten liegend (auf einem alten Frottee-Handtuch) getrocknet.

 

NEIN

Ich behalte mir das Recht vor, Aufträge abzulehnen.

Gründe einer Ablehnung können sein: Ich habe keine Zeit.

 

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