Töpferarbeiten im Feuer brennen

ein Experiment

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Im Sommerkursus sind kleine Töpferarbeiten entstanden. Diese wurden über 3 Wochen an der frischen Luft getrocknet. Nun könnten sie in einer Töpferei in einem Brennofen gebrannt werden.

 

Ich habe gehört, daß man auch in der Glut brennen könnte. Ich kann so zwar nicht mit Glasuren arbeiten, das habe ich aber auch gar nicht vor.

 

Selbst im Feuer zu Brennen bedeutet, daß der Ton porös bleibt. Er wird durch das Brennen hart, aber das Wasser kann durchfließen- also keine Technik für Vasen oder Trink-Becher.

 

So ein Feuer ist immer ein großartiges Ereignis, es zieht alle magisch an. Und so kann neben solch einem Lagerfeuer geträumt und getrunken, gesungen und gelacht werden.

 

Leider ist mein Experiment nicht ganz so befriedigend verlaufen wie geplant- Manches ist am Ende zersprungen oder nicht richtig durchgebrannt, das ist schade. So ist es wohl besser, die Töpferarbeiten beim nächsten Mal in eine richtige Töpferei zum Brennen zu geben.

 

Glut herstellen

Ich schichte Holz und Holzkohlenreste vom Grillen und verbrenne es. So entsteht meine erste Glut. An den Rand platziere ich die kleinen Figuren. So werden sie langsam heiß und gewöhnen sich an die Hitze. Rest-Feuchte kann so langsam entweichen. Dabei zerplatzt mir ein kleiner Vogel, schade.

 

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20:40 Uhr
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Nachlegen

Der Ton verändert langsam seine Farbe: von hellgrau zu dunkelgrau. Die dunkelgrauen Stücke schiebe ich behutsam immer mehr Richtung Glut. Die hellgrauen Stücke sind noch nicht so lange im Feuer, deswegen stehen sie noch etwas abseits.

 

Damit mein kleines Feuer nicht ausgeht lege ich regelmäßig Holz nach- so ist immer Glut zu sehen und kleine Flammen. Das Holz lege ich anfangs nur an 2 Seiten, denn nachdem mir der erste Vogel zerplatzt ist, habe ich Sorge um die schönen Stücke.

 

Mit der Zeit baue ich den Feuerkreis größer, erst die 3. Seite, dann komplett um die Töperarbeiten drumherum.

 

Die Arbeiten bleiben über Nacht in der Glut und kühlen so langsam über Nacht aus.

 

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21:35 Uhr
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22:16 Uhr

Nächster Tag

copyright www.birthe.eu Birthe Sülwald nächster Tag Ton

In der Feuerschale sieht alles gut auf- aber leider nur auf den ersten Blick.

 

Leider hat die Schale Risse bekommen. Als ich sie waschen will um Ruß und Asche zu entfernen, zerfällt sie mir leider in viele kleine Stücke.

 

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Die Katze scheint richtig durchgebrannt zu sein. Auch von unten hat sich der Ton farblich verändert. Der Scherben klingt gut.

 

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Maus und Vogel sind wohl etwas zu groß für mein Garten-Brenn-Experiment. Obwohl sie von innen hohl sind, fühlen sie sich von unten noch ganz pudrig an. Vielleicht sind sie zu dickwandig gearbeitet.

 

Aber für einen Scherz mit der Oma taugt diese kleine Maus, die durch den Brenn-Vorgang eine hübsche Farbe bekommen hat allemal- der Schrei geht durch den Garten und die Jungs freuen sich...

 

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copyright www.birthe.eu Birthe Sülwald Ton Vogel

Fazit- nicht ideal

Ich bin völlig übermüdet, weil ich auf das Feuer aufgepaßt habe und die Enttäuschung ist groß, da es nicht so wie geplant geklappt hat. Ich habe überhaupt keine Ahnung, was ich falsch gemacht habe. Das die Ideal-Brenn-Temperaturen nicht erreicht werden konnte, das war mir klar. Auch das das eigene Brennen in einer Feuerschale etwas anderes ist, als in einem Profi-Brennofen, das war mir auch im Vorfeld klar. Aber da ich schon selbst kleine Arbeiten gesehen habe, die im Holz-Lagerfeuer gebrannt wurden, bin ich doch enttäuscht.

 

Mir ist anfangs ein kleiner Vogel explodiert. Dies ist wirklich nicht die ideale Brenn-Methode, denn ich hatte Glück, daß er seitlich weggeflogen ist.

 

Dennoch bin ich begeistert, denn die kleinen Figuren haben eine ganz neue Ausdruckskraft erhalten. Es war nicht nur eine Erfahrung, sondern auch ein Abenteuer.

 

 

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Bis bald!


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